Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf des Bündnisses Köln gegen Rechts, in welchem auch wir organisiert sind.
(Weiterführend: Unsere Berichte von den HoGeSa-Aufmärschen 2014 in Köln und Hannover)
Zum Jahrestag der HoGeSa-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis
erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln. Unter dem
Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit –
Köln 2.0“ruft der Pro NRW-ler und Anmelder vom letzten Mal, Dominik
Roeseler, dazu auf, nach Köln zu kommen. Schon Wochen vor dem Event
haben weit über Tausend Personen auf Facebook ihr Kommen angesagt. Die
Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und in Hooligan- und
Nazikreisen wird eifrig für eine Wiederholung der Randale vom letzten
Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Die rechten Hools wollen
sich eine rassistisch aufgeladene Erlebniswelt schaffen, bei der sie die
Straße dominieren. Sie versuchen, ihr „Wunder von Köln“, wie sie es
nannten, zu wiederholen.
Samstag, 10. Oktober 2015
Sonntag, 13. September 2015
Solidarität mit der Besetzung im Kartäuserwall 14!
(Pressemitteilung)
Das Haus, welches vor vier Jahren von der „Gewerbepark Hüsten GmbH“ gekauft
wurde, soll noch dieses Jahr abgerissen und durch zwei minimal größere Luxushäuser
ersetzt werden. Als Begründung muss die vermeintliche Baufälligkeit des
Gebäudes herhalten – welche sich mit einer wesentlich günstigeren
Grundsanierung erledigen würde. Diese würde im Gegensatz zu Abriss und Neubau
(500.000€) nur 350.000€ kosten. Die Neubauten sollen jeweils für mindestens
750.000€ veräußert werden. Ein unabhängiges Gutachten ist notwendig, um
wirklich beurteilen zu können, wie marode das Gebäude ist – ein vom Eigentümer
bezahltes ist zugleich ein gekauftes Gutachten!
Am 04.09.2015 wurde das
Haus Kartäuserwall 14 in der Kölner Südstadt besetzt. Das Gebäude soll zugunsten von Luxusneubauten abgerissen
werden, eine seit 27 Jahren dort lebende Familie wurde mit einer
fadenscheinigen Begründung rausgeworfen. Die Besetzer*innen wollen den Abriss verhindern und auf den Mangel an
bezahlbarem Wohnraum in Köln aufmerksam machen.
Das Haus, welches vor vier Jahren von der „Gewerbepark Hüsten GmbH“ gekauft
wurde, soll noch dieses Jahr abgerissen und durch zwei minimal größere Luxushäuser
ersetzt werden. Als Begründung muss die vermeintliche Baufälligkeit des
Gebäudes herhalten – welche sich mit einer wesentlich günstigeren
Grundsanierung erledigen würde. Diese würde im Gegensatz zu Abriss und Neubau
(500.000€) nur 350.000€ kosten. Die Neubauten sollen jeweils für mindestens
750.000€ veräußert werden. Ein unabhängiges Gutachten ist notwendig, um
wirklich beurteilen zu können, wie marode das Gebäude ist – ein vom Eigentümer
bezahltes ist zugleich ein gekauftes Gutachten!
Eine dreiköpfige Familie, welche seit 27 Jahren in dem Haus lebte, wurde am 03.09. nach jahrelangen juristischen
Auseinandersetzungen mit den Vermietern geräumt. Die Mieter*innen hatten
zwar Berufung gegen die vorliegende
Räumungsklage eingereicht, jedoch wurde diese abgelehnt. Die ehemaligen
Mieter*innen zahlten monatlich insgesamt 720€. Sie mussten jetzt schon in eine
wesentlich teurere Wohnung weichen.
Donnerstag, 20. August 2015
Am 22.08. in Bonn: Bleiberecht für Alle! Gegen Polizeigewalt und Rassismus
Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf (das mehrsprachige Original hier) des Refugees Welcome Bonn e.V. zur Demonstration anlässlich des jüngsten Falls von Polizeigewalt gegen Geflüchtete. Kommt am Samstag um 14 Uhr zum Bonner Kaiserplatz und widersprecht dem alltäglichen Rassismus deutscher Behörden!
Bleiberecht für Alle!
Gegen Polizeigewalt und Rassismus
Am Samstag, den 1. August, wurde vor der Bonner Flüchtlingsunterkunft
in Bonn-Endenich ein 23-Jähriger Mann aus Guinea im Zuge eines
Polizeieinsatzes von einem Sondereinsatzkommando niedergeschossen und
von acht Kugeln schwer verletzt. Ein Schuss traf das Opfer im Nacken und
verfehlte die Wirbelsäule nur knapp. Verantwortlich für die Schüsse war
das Düsseldorfer SEK, das bereits in der Vergangenheit negativ durch
exzessive Gewaltanwendung gegen Mitmenschen mit Migrationshintergrund
aufgefallen ist. Wir fordern Transparenz im Ermittlungsverfahren, wie es
zu dem auf den ersten Blick unverhältnismäßigen Einsatz kommen konnte
und warum ein mit Messern Bewaffneter, geistig Verwirrter und durch
einen Sturz Verletzter von einem Großaufgebot der Polizei inklusive
Sondereinsatzkommando nicht anders überwältigt werden konnte, als ihn
mit acht Schüssen niederzustrecken.
Bleiberecht für Alle!
Gegen Polizeigewalt und Rassismus
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| Quelle: welcome.blogsport.de |
Samstag, 18. Juli 2015
Aufruf: Griechenland entscheidet!
Amerikanische Wirtschaftsexpert*innen schlagen angesichts der deutschen Griechenlandpolitik entsetzt die Hände über den Kopf zusammen und der jüdische New York Times Korrespondent erhält antisemitische Leserbriefe, weil er den deutschen Sparwahn in der Times kritisierte.
Damit ist viel über Deutschland und nichts über die Zustände in Griechenland gesagt.
Freitag, 10. Juli 2015
Bilder mit Sternen
Eine Stellungnahme
Am Montag
wurde auf unserer Facebookseite ein Foto von der diesjährigen ColognePride
veröffentlicht, welches innerhalb wie außerhalb unserer Basisgruppe für Furore
sorgte. Es handelte sich dabei um ein gemeinsames Gruppenfoto mit der AG Queer
der Kölner LINKEN, der Grünen Jugend Köln und dem QueerDenken e.V., auf dem
auch zwei Israel-Fahnen zu sehen waren.
Nach einer
kontroversen Diskussion innerhalb der Gruppe entschieden wir uns auf unserem
Plenum am Dienstag, das Foto wieder aus dem Internet zu nehmen.
Donnerstag, 2. Juli 2015
Vielfalt statt Einfalt
Aufruf der linksjugend ['solid] köln zur Colognepride 2015.
Inzwischen
ist man sich in linken Kreisen einig: Cristopher Street Day, das ist doch
nichts weiter als ein rosa Karneval. Doch Homosexualität, Transsexualität und
queere Lebensrealität hat leider nicht viel mit allseits akzeptierter Folklore
zu tun. Alleine in den letzten Jahren erfasste die Berliner Statistik
mindestens 90 Straftaten aus Hass gegen Homosexuelle. Von der Dunkelziffer, den
täglichen Diskriminierungen und den riesigen Demonstrationen „besorgter Eltern“
einmal abgesehen. Trans- und Homosexuelle müssen jeden Tag mit Beschimpfungen
und auch Gewalt rechnen. In Istanbul wurde dieses Jahr der CSD von der Polizei
mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen, weil Ramadan war.
Stonewall means fight back!
Dies
erinnert schmerzlich an die Entstehung des Cristopher Street Days. In den
frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der
sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Die New Yorker Polizei schikanierte damals
immer wieder Schwule, Lesben und Transsexuelle, verprügelte sie und führte
Razzien durch. An diesem Tag schließlich erhoben sich die Schikanierten und es
gab wochenlang in der Cristopher Street gewalttätige Auseinandersetzungen mit
der Polizei. Betroffene wollten das erlittene Unrecht nicht weiter hinnehmen
und sich wehren. Die Privilegien der Heterosexuellen sollten auch für sie
gelten.
Donnerstag, 21. Mai 2015
Sexkauf verbieten?
Info- und Diskussionsveranstaltung zum
nordischen Sexkaufverbot
Wir dokumentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung zur Veranstaltung, welche wir als Mitveranstalter*innen unterstützen.
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| Bild: Rosa-Luxemburg-Stiftung |
„Sexkauf verbieten? Infoveranstaltungen zu den nordischen Erfahrungen“ –
Dies ist der Titel einer Veranstaltung, die DIE LINKE Köln am Samstag, dem 30. Mai um 14 Uhr im Barbara-von-Sell-Berufskolleg
in Köln organisiert. Mitveranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft
sozialdemokratischer Frauen (ASF) Köln, Der Wendepunkt (Sozialisten und weitere
Aktive an der Uni Köln), der Studierendenverband Die Linke.SDS Köln, die Feministische
Partei DIE FRAUEN, die Initiative gegen die Ausbeutung von Frauen in der
Prostitution (inga e.V.), die Linksjugend ['solid] Köln und das Sozialistische
Forum Rheinland (SoFoR).
„Wir finden es wichtig, die
praktischen Erfahrungen, die in den nordischen Ländern mit
Sexkaufverboten gemacht werden, für die Diskussion in Deutschland zur Kenntnis
zu nehmen“, so die Sprecherin der Kölner LINKEN, Angelika Link-Wilden. Die
Initiatorin der Veranstaltung, Katharina Sass, fügt hinzu: „Die Debatte über Sexkaufverbote
ist heute international. Daher sind wir froh über die Zusagen der prominenten
Gäste aus dem Ausland.“
Montag, 30. März 2015
Respect Existence or expect Resistance!
Infoabend zum Hambacher Forst
Klimakiller Braunkohle
Braunkohle ist einer der klimaschädlichsten fossilen Rohstoffe überhaupt. Eine Tonne des braunen Klimakillers ergeben eine Tonne CO2. In der Bundesrepublik werden jedes Jahr 176 Millionen Tonnen des Rohstoffes abgebaut, so viel wie nirgendwo sonst in der Welt. Das Rheinische Braunkohlerevier ist eines der größten Abbaugebiete: RWE betreibt hier drei Tagebaue und vier Großkraftwerke, welche alleine für 13% des bundesweiten CO2-Ausstoßes sorgen.
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| CC linksjugend ['solid] köln |
Braunkohle ist einer der klimaschädlichsten fossilen Rohstoffe überhaupt. Eine Tonne des braunen Klimakillers ergeben eine Tonne CO2. In der Bundesrepublik werden jedes Jahr 176 Millionen Tonnen des Rohstoffes abgebaut, so viel wie nirgendwo sonst in der Welt. Das Rheinische Braunkohlerevier ist eines der größten Abbaugebiete: RWE betreibt hier drei Tagebaue und vier Großkraftwerke, welche alleine für 13% des bundesweiten CO2-Ausstoßes sorgen.
Ein Tag im Kessel: Bericht von der "Schmuddel"-Gedenkdemo in Dortmund
Am 28.03. fuhren wir mit einer großen
Gruppe aus Köln nach Dortmund, um an der Gedenkdemo für den dort vor 10 Jahren
von einem Neonazi ermordeten Punk Thomas "Schmuddel" Schulz teilzunehmen
und gegen einen zeitgleich stattfinden Naziaufmarsch zu protestieren. So war es
zumindest geplant, doch die Polizei sollte dem Ganzen einen Strich durch die
Rechnung machen.
Schikane vom Feinsten
Wir früh morgens aufgestanden und ab in
die Regionalbahn nach Dortmund. Angekommen waren wir eine Gruppe von gut und
gerne über 250 Personen und wir gingen zum gemeinsamen Treffpunkt an der
Kampstraße. Die Cops hatten bis zuletzt geheim gehalten, wo der Naziaufmarsch
wirklich stattfinden sollte und so machten wir uns dann auf in Richtung Dortmunder
Süden, wo die Faschos erwartet wurden.
Freitag, 13. März 2015
Für ein anderes Europa
Warum wir am 18. März in Frankfurt sind
„Es
gibt zwei Europas, und man muss sich im einen oder im anderen positionieren.“ –
Antonio Negri / Raúl Sánchez Cedillo
Die
Situation in Europa spitzt sich zu: Aus den Rissen eines unmenschlichen Systems
sind klaffende Löcher geworden. Immer deutlicher wird die Konfrontation
zwischen einem neoliberalen und konservativen Europa einerseits und einem sich
von unten konstituierenden Europa der Arbeiter*innen andererseits, einem Europa
der verarmten Mittelschichten und der prekären oder arbeitslosen Jugendlichen,
der Frauen und Queers, Migrant*innen und Refugees, der alten und neuen
Ausgeschlossenen. Aus ihrer Marginalität heraus erkämpfen sie sich immer mehr
Räume des Protestes.
Noch nie – seit
dem Zweiten Weltkrieg – waren die äußeren wie inneren Grenzen der EU so stark
umkämpft. Frontex und Tausende Tote auf See, die Abschiebungen per
Dublin-Verordnung, Kontrollen und Festnahmen, sowie die Internierung in
Abschiebeknästen charakterisieren ein tödliches, unmenschliches EU-Grenzregime.
Doch überall erstarken selbstorganisierte Kämpfe für das Recht auf
Bewegungsfreiheit. Es gibt zahlreiche Verbindungslinien, um in und mit diesen
Kämpfen für globale Bewegungsfreiheit und gegen alle rassistischen
Sondergesetze eine übergreifende emanzipatorische Perspektive zu entwickeln.
Die Verbindung zwischen Protesten gegen Austeritätspolitik und Grenzregime
erscheint umso wichtiger, wo europaweit neue rechte Gruppierungen reaktionäre
Krisenlösungen propagieren: Pegida, AfD und Co. mit ihrer brutalen Verteidigung
nationaler Souveränität und der ‚abendländischen‘ Schicksalsgemeinschaft des
Wohlstandes.
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