Das war ja ein toller Start ins Jahr 2016! In der Silvesternacht wurden am Kölner Hbf mehrere Frauen und Mädchen massiv bedrängt und sexuell belästigt. Diese Übergriffe stellen zwar nur die Spitze eines Eisberges aus alltäglichen dummen Anmachsprüchen bis hin zu Übergriffen auf Straße, Arbeit und auch im privaten Umfeld gegenüber Frauen* dar, dennoch lassen sie in ihrer so noch nicht da gewesenen Qualität böses für anstehende gesellschaftliche Großevents, wie beispielsweise Karneval, erahnen.
Donnerstag, 7. Januar 2016
Dienstag, 15. Dezember 2015
Bericht von Pegida in Aachen
Am vergangenen Sonntag (13.12.2015) versammelten sich unter dem Label Pegida zum ersten mal in Aachen neben Lutz Bachmann dieselben Menschenfeinde, die in NRW auch auf anderen fremdenfeindlichen Aufzügen zu finden sind.
Neben Dominik Roeseler und seinem debilen Anhang hatte sich auch Edwin Wagensveld - auch bekannt als "Ed der Holländer" - eingefunden, um die Fremdenfeinde aus dem Dreiländereck zu einen. Antifaschist*innen hatten einen Demonstrationszug vom Westbahnhof hin zum Aachener Tivoli - dem dortigen Fußballstadtion - organisiert. Schon auf dem Weg wurden Menschen vereinzelt von den nebenstehenden, sogenannten Polizeibeamten beleidigt. Angekommen am Tivoli, hatten sich nur knapp 100 Pegida-Anhänger*innen zu ihrem lächerlichen Stelldichein der Verdummung eingefunden. Dem gegenüber standen knapp 500 Gegendemonstrant*innen. Durch geschickte Kundgebungsanmeldungen verschiedener Gruppen, blieb für Pediga lediglich ein trostloser Platz vor dem Stadion, auf dem das wirre Gequatsche ungehört verhallte. Neben den üblichen Nationalfahnen wurde auch eine umstrittene Mohammed-Karikatur gezeigt.
Neben Dominik Roeseler und seinem debilen Anhang hatte sich auch Edwin Wagensveld - auch bekannt als "Ed der Holländer" - eingefunden, um die Fremdenfeinde aus dem Dreiländereck zu einen. Antifaschist*innen hatten einen Demonstrationszug vom Westbahnhof hin zum Aachener Tivoli - dem dortigen Fußballstadtion - organisiert. Schon auf dem Weg wurden Menschen vereinzelt von den nebenstehenden, sogenannten Polizeibeamten beleidigt. Angekommen am Tivoli, hatten sich nur knapp 100 Pegida-Anhänger*innen zu ihrem lächerlichen Stelldichein der Verdummung eingefunden. Dem gegenüber standen knapp 500 Gegendemonstrant*innen. Durch geschickte Kundgebungsanmeldungen verschiedener Gruppen, blieb für Pediga lediglich ein trostloser Platz vor dem Stadion, auf dem das wirre Gequatsche ungehört verhallte. Neben den üblichen Nationalfahnen wurde auch eine umstrittene Mohammed-Karikatur gezeigt.
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Rassist*innen blockieren – immer und überall!
Zu den Geschehnissen um die Proteste gegen ProNRW am 04.12. in Chorweiler.
Am Freitag
protestierten ca. 150-200 Antirassist*innen gegen eine Mini-Kundgebung von Pro
NRW vor der Refugee-Zeltstadt in Chorweiler. Diese waren mit gerade einmal drei
Personen vor Ort erschienen und wurden relativ schnell von den anwesenden
Antirassist*innen eingekesselt. Dabei ließ sich ein Pro NRW-Teilnehmer (fast
schon filmreif) von einem Krankenwagen abholen, weil ihm angeblich über eine
Stunde zuvor vors Schienbein getreten wurde. Also warteten die übrigen beiden
rund anderthalb Stunden auf ihre Freunde und Helfer in blau.
Freitag, 27. November 2015
Pro NRW auch in Chorweiler keinen Platz geben!
Aufruf der linksjugend ['solid] köln gegen die Pro NRW-Kundgebung in Chorweiler
Am 4.12. möchte die rassistische "Bürgerbewegung" Pro NRW vor der Refugee-Zeltstadt in Köln-Chorweiler eine Kundgebung gegen die von ihr imaginierte "Asylflut" abhalten. Das sie damit in Köln auf taube Ohren stoßen sollte ihnen eigentlich klar sein, dennoch ist Präsenz auf der Gegendemo wichtig. Daher rufen wir euch dazu auf, mit uns gemeinsam an diesem Freitag ab 14 Uhr in Chorweiler zu protestieren.
Pro NRW-Kundgebungen haben einen schweren Stand in Köln. Stets werden sie von massivem Gegenprotest begleitet, längst ist bekannt dass die als "Bürgerbewegung" getarnte rassistische Kleinpartei vor allem rechte Hetzer und bekannte Neonazis auf den Plan ruft. Die Kölner Zivilgesellschaft zeigte daher in der Vergangenheit deutliche Präsenz, kaum ein Wahlkampfstand, noch eine Kundgebung konnte ungestört durchgeführt werden, stets protestierten meist mehrere hundert Menschen entschlossen gegen oftmals nur eine Handvoll eingegitterter Nasen. Im Jahr 2008 wurde eine großspurig als "Anti-Islamisierungskongress" angekündigte Kundgebung gar komplett verhindert. Lasst uns also diese Negativserie für die Rassist*innen auch in Chorweiler fortsetzen!
Samstag, 10. Oktober 2015
Kein Comeback von HoGeSa
Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf des Bündnisses Köln gegen Rechts, in welchem auch wir organisiert sind.
(Weiterführend: Unsere Berichte von den HoGeSa-Aufmärschen 2014 in Köln und Hannover)
Zum Jahrestag der HoGeSa-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln. Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ruft der Pro NRW-ler und Anmelder vom letzten Mal, Dominik Roeseler, dazu auf, nach Köln zu kommen. Schon Wochen vor dem Event haben weit über Tausend Personen auf Facebook ihr Kommen angesagt. Die Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und in Hooligan- und Nazikreisen wird eifrig für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Die rechten Hools wollen sich eine rassistisch aufgeladene Erlebniswelt schaffen, bei der sie die Straße dominieren. Sie versuchen, ihr „Wunder von Köln“, wie sie es nannten, zu wiederholen.
(Weiterführend: Unsere Berichte von den HoGeSa-Aufmärschen 2014 in Köln und Hannover)
Zum Jahrestag der HoGeSa-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln. Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ruft der Pro NRW-ler und Anmelder vom letzten Mal, Dominik Roeseler, dazu auf, nach Köln zu kommen. Schon Wochen vor dem Event haben weit über Tausend Personen auf Facebook ihr Kommen angesagt. Die Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und in Hooligan- und Nazikreisen wird eifrig für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Die rechten Hools wollen sich eine rassistisch aufgeladene Erlebniswelt schaffen, bei der sie die Straße dominieren. Sie versuchen, ihr „Wunder von Köln“, wie sie es nannten, zu wiederholen.
Sonntag, 13. September 2015
Solidarität mit der Besetzung im Kartäuserwall 14!
(Pressemitteilung)
Das Haus, welches vor vier Jahren von der „Gewerbepark Hüsten GmbH“ gekauft
wurde, soll noch dieses Jahr abgerissen und durch zwei minimal größere Luxushäuser
ersetzt werden. Als Begründung muss die vermeintliche Baufälligkeit des
Gebäudes herhalten – welche sich mit einer wesentlich günstigeren
Grundsanierung erledigen würde. Diese würde im Gegensatz zu Abriss und Neubau
(500.000€) nur 350.000€ kosten. Die Neubauten sollen jeweils für mindestens
750.000€ veräußert werden. Ein unabhängiges Gutachten ist notwendig, um
wirklich beurteilen zu können, wie marode das Gebäude ist – ein vom Eigentümer
bezahltes ist zugleich ein gekauftes Gutachten!
Am 04.09.2015 wurde das
Haus Kartäuserwall 14 in der Kölner Südstadt besetzt. Das Gebäude soll zugunsten von Luxusneubauten abgerissen
werden, eine seit 27 Jahren dort lebende Familie wurde mit einer
fadenscheinigen Begründung rausgeworfen. Die Besetzer*innen wollen den Abriss verhindern und auf den Mangel an
bezahlbarem Wohnraum in Köln aufmerksam machen.
Das Haus, welches vor vier Jahren von der „Gewerbepark Hüsten GmbH“ gekauft
wurde, soll noch dieses Jahr abgerissen und durch zwei minimal größere Luxushäuser
ersetzt werden. Als Begründung muss die vermeintliche Baufälligkeit des
Gebäudes herhalten – welche sich mit einer wesentlich günstigeren
Grundsanierung erledigen würde. Diese würde im Gegensatz zu Abriss und Neubau
(500.000€) nur 350.000€ kosten. Die Neubauten sollen jeweils für mindestens
750.000€ veräußert werden. Ein unabhängiges Gutachten ist notwendig, um
wirklich beurteilen zu können, wie marode das Gebäude ist – ein vom Eigentümer
bezahltes ist zugleich ein gekauftes Gutachten!
Eine dreiköpfige Familie, welche seit 27 Jahren in dem Haus lebte, wurde am 03.09. nach jahrelangen juristischen
Auseinandersetzungen mit den Vermietern geräumt. Die Mieter*innen hatten
zwar Berufung gegen die vorliegende
Räumungsklage eingereicht, jedoch wurde diese abgelehnt. Die ehemaligen
Mieter*innen zahlten monatlich insgesamt 720€. Sie mussten jetzt schon in eine
wesentlich teurere Wohnung weichen.
Donnerstag, 20. August 2015
Am 22.08. in Bonn: Bleiberecht für Alle! Gegen Polizeigewalt und Rassismus
Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf (das mehrsprachige Original hier) des Refugees Welcome Bonn e.V. zur Demonstration anlässlich des jüngsten Falls von Polizeigewalt gegen Geflüchtete. Kommt am Samstag um 14 Uhr zum Bonner Kaiserplatz und widersprecht dem alltäglichen Rassismus deutscher Behörden!
Bleiberecht für Alle!
Gegen Polizeigewalt und Rassismus
Am Samstag, den 1. August, wurde vor der Bonner Flüchtlingsunterkunft
in Bonn-Endenich ein 23-Jähriger Mann aus Guinea im Zuge eines
Polizeieinsatzes von einem Sondereinsatzkommando niedergeschossen und
von acht Kugeln schwer verletzt. Ein Schuss traf das Opfer im Nacken und
verfehlte die Wirbelsäule nur knapp. Verantwortlich für die Schüsse war
das Düsseldorfer SEK, das bereits in der Vergangenheit negativ durch
exzessive Gewaltanwendung gegen Mitmenschen mit Migrationshintergrund
aufgefallen ist. Wir fordern Transparenz im Ermittlungsverfahren, wie es
zu dem auf den ersten Blick unverhältnismäßigen Einsatz kommen konnte
und warum ein mit Messern Bewaffneter, geistig Verwirrter und durch
einen Sturz Verletzter von einem Großaufgebot der Polizei inklusive
Sondereinsatzkommando nicht anders überwältigt werden konnte, als ihn
mit acht Schüssen niederzustrecken.
Bleiberecht für Alle!
Gegen Polizeigewalt und Rassismus
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| Quelle: welcome.blogsport.de |
Samstag, 18. Juli 2015
Aufruf: Griechenland entscheidet!
Amerikanische Wirtschaftsexpert*innen schlagen angesichts der deutschen Griechenlandpolitik entsetzt die Hände über den Kopf zusammen und der jüdische New York Times Korrespondent erhält antisemitische Leserbriefe, weil er den deutschen Sparwahn in der Times kritisierte.
Damit ist viel über Deutschland und nichts über die Zustände in Griechenland gesagt.
Freitag, 10. Juli 2015
Bilder mit Sternen
Eine Stellungnahme
Am Montag
wurde auf unserer Facebookseite ein Foto von der diesjährigen ColognePride
veröffentlicht, welches innerhalb wie außerhalb unserer Basisgruppe für Furore
sorgte. Es handelte sich dabei um ein gemeinsames Gruppenfoto mit der AG Queer
der Kölner LINKEN, der Grünen Jugend Köln und dem QueerDenken e.V., auf dem
auch zwei Israel-Fahnen zu sehen waren.
Nach einer
kontroversen Diskussion innerhalb der Gruppe entschieden wir uns auf unserem
Plenum am Dienstag, das Foto wieder aus dem Internet zu nehmen.
Donnerstag, 2. Juli 2015
Vielfalt statt Einfalt
Aufruf der linksjugend ['solid] köln zur Colognepride 2015.
Inzwischen
ist man sich in linken Kreisen einig: Cristopher Street Day, das ist doch
nichts weiter als ein rosa Karneval. Doch Homosexualität, Transsexualität und
queere Lebensrealität hat leider nicht viel mit allseits akzeptierter Folklore
zu tun. Alleine in den letzten Jahren erfasste die Berliner Statistik
mindestens 90 Straftaten aus Hass gegen Homosexuelle. Von der Dunkelziffer, den
täglichen Diskriminierungen und den riesigen Demonstrationen „besorgter Eltern“
einmal abgesehen. Trans- und Homosexuelle müssen jeden Tag mit Beschimpfungen
und auch Gewalt rechnen. In Istanbul wurde dieses Jahr der CSD von der Polizei
mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen, weil Ramadan war.
Stonewall means fight back!
Dies
erinnert schmerzlich an die Entstehung des Cristopher Street Days. In den
frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der
sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Die New Yorker Polizei schikanierte damals
immer wieder Schwule, Lesben und Transsexuelle, verprügelte sie und führte
Razzien durch. An diesem Tag schließlich erhoben sich die Schikanierten und es
gab wochenlang in der Cristopher Street gewalttätige Auseinandersetzungen mit
der Polizei. Betroffene wollten das erlittene Unrecht nicht weiter hinnehmen
und sich wehren. Die Privilegien der Heterosexuellen sollten auch für sie
gelten.
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