Mittwoch, 18. Juni 2014

Joachim Gauck – Mehr Waffen, weniger Worte?

Auf seinem Staatsbesuch in Norwegen sagte Bundespräsident Joachim Gauck, dass Deutschland im Kampf für Menschenrechte und das Überleben von Menschen „auch zu den Waffen greifen“ solle, ma...] verwerfen“. Grund für diese Neuausrichtung soll sein, dass international der Ruf nach einer aktiveren Rolle Deutschlands bei internationalen Konfliktlösungen größer geworden sei.

Wir die Linksjugend ['solid] Köln kritisieren diese Worte und diese Vorstellung scharf.
In der Vergangenheit haben sich alle westlichen Länder zurückgehalten, wenn es um die Wahrung von Menschenrechten ging. Die größeren Militäreinsätze der Vergangenheit waren, wie Horst Köhler es einst, bezüglich des Afganistaneinsatzes, versehentlich treffend formulierte, „um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege.“ Wir teilen diese Einschätzung und sehen meist geopolitische und wirtschaftsstrategische Gesichtspunkte im Mittelpunkt von Militäreinsätzen, wie beispielsweise der Irakkrieg zeigte.

Samstag, 14. Juni 2014

Frieden ohne Antisemitismus und Rassismus

Auch wir waren vor Ort bei der Gegendemo
Auch in Köln werden die sogenannten „Montagsmahnwachen“ immer stärker. Am Montag, den 02.06.2014 erreichte die zweifelhafte Mobilisierung vorerst ihren Höhepunkt als Ken Jebsen und die Bandbreite vor Ort waren. Ungefähr 300 Personen lauschten deren Verschwörungstheorien. Die Bandbreite beschuldigt die US-Regierung 9/11 selbst durchgeführt zu haben und behaupten, HIV wäre nur vom Menschen erfunden worden. Ken Jebsen wurde als Moderator beim RBB gekündigt, als eine E-Mail veröffentlich wurde, in der er den Holocaust als PR-Lüge bezeichnete. Zudem lehnt er die Kategorisierung links-rechts ab, was natürlich zur Folge hat, dass Nitet auch eng mit dem Querfront-Magazin "Compact" von Jürgen Elsässer zusammen.

Dienstag, 20. Mai 2014

Eine KVB für alle - ohne Fahrschein!

Felix kandidiert für DIE LINKE
für den Kölner Stadtrat auf Listenplatz 8
Die Kölner Linkspartei fordert einen umlagefinanzierten Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV). Eine echte Perspektive, die wir ausdrücklich unterstützen und hier kurz ausführen wollen.

Ohne Ticket zu fahren bedeutet eine wirkliche Alternative. Weniger Autos würden genutzt werden und der CO2-Ausstoß würde sich verringern. Denn wer ein Ticket hat nutzt es auch - wie das Semesterticket für Studierende in der Vergangenheit gezeigt hat. Auch der Radverkehr wird so gesteigert. Denn es schafft die Möglichkeit für mehr sicheren Platz, der auch von Fußgänger*innen genutzt werden kann. Fahrradparkhäuser an allen Bahnhöfen in Köln gehören ebenfalls zu diesem Konzept. Die mit Autos überfüllten Straßen sind ein wertvoller sozialer Raum für Grünflächen oder auch Platz der (zum Beispiel) von Kindern zum spielen genutzt wird. 

Dienstag, 13. Mai 2014

Blockupy und Antifaschismus

17.05.2014 - ein Tag des Widerstands

Kommenden Samstag wird es im gesamten Rheinland einen dezentralen Tag des Widerstands geben. In Köln und Bonn haben sich Rassist*innen und Neonazis angekündigt, in Düsseldorf wird gegen die ausbeuterische Krisenpolitik portestiert. Wir rufen die Menschen auf, sich am Widerstand gegen Faschismus und Kapitalismus zu beteiligen - Seid keine Couchpotatoes, sondern geht raus!

In Köln wird die German Defense League Köln Division von 13-17 Uhr auf dem Heumarkt sein. Anlass ist der Europawahlantritt der Republikaner. Mehrere Redner*innen der rechten Partei DIE FREIHEIT sind ebenfalls geladen. Rassistische Hetze können wir weder in Köln noch sonst irgendwo dulden. Deswegen rufen wir ausdrücklich dazu auf, auch die antifaschistischen Proteste in Bonn zu unterstützen. Pro NRW wird auf dem bonner Friedensplatz ihren Hass verbreiten. Mehr Infos zu Bonn hier: http://www.bonn-stellt-sich-quer.de/

Update: Wegen der Veröffentlichung wurde die bonner Kundgebung auf voraussichtlichen Beginn zwischen 9 und 10Uhr vorgezogen!

Montag, 12. Mai 2014

Abrechnung mit der Schönheitsindustrie

Anbei dokumentieren wir unseren Redebeitrag, der eigentlich auf der Demo vergangenen Donnerstag (08.05.2014) auf der Einfach TOP ohne Model Demo gehalten worden wäre, aber leider aus Zeitgründen gestrichen wurde.

Unsere Welt und unsere Wahrnehmung der Welt hängt ganz wesentlich mit Bildern zusammen, wir können sie sogar sehen, wenn wir die Augen schließen. Bilder von Dingen, die wir mögen oder auch nicht. Bilder von Menschen, die wir mögen oder nicht. Dinge von denen wir glauben sie zu kennen. Komplexe Phänomene, Werte, Normen, Erwartungen und so weiter. Auf einem Bild ist eine Frau. Vielleicht die aus der h&m Werbung. Sie hat makellose Haut, weiches glattes Haar, ist schlank und modisch. Sie schaut interessiert und zurückhaltend zugleich auf dem Plakat in der U-Bahn. So soll sie sein. Ganz bewusst stellt diese Frau ein Bild dar, was viele nicht erfüllen. Gleichzeitig wird es uns immer wieder als Norm oder erstrebenswert präsentiert. Das Ergebnis ist natürlich ein Minderwertigkeitsgefühl bei der Betrachterin.

Sonntag, 13. April 2014

Bericht vom #buko14

Am vergangenen Wochenende (28.-30.03.2013) fand in Frankfurt am Main der alljährliche Bundeskongress der Linksjugend ['solid] statt. Hierbei handelt es sich um die größte und wichtigste Veranstaltung des Bundesverbandes, denn es werden verschiedene Ämter gewählt, wie der Bundessprecher*innenrat (Vorstand), sowie wichtige Positionen und Projekte beschlossen.

Dafür wählen die Landesverbände und Bundesarbeitskreise jährlich neue Deligierte. Da NRW der mitliedsstärkste Landesverband ist, hatten wir 41 Deligierte von denen 32 anwesend waren.

Dienstag, 8. April 2014

Positionspapier zum deutschen Fregatteneinsatz im Mittelmeer

Die Basisgruppe Köln unterstützt folgenden Aufruf!


Von Sevim Dagdelen, Sahra Wagenknecht, Alexander Neu, Niema Movassat, Heike Hänsel, Inge Höger, Annette Groth, Alexander Ulrich, Andrej Hunko, Ulla Jelpke, Karin Binder, Pia Zimmermann, Hubertus Zdebel, Azize Tank, Katrin Werner

Am Mittwoch, 9. April steht die Namentliche Abstimmung im Deutschen Bundestag über den Antrag der Bundesregierung zur „Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte am maritimen Begleitschutz bei der Hydrolyse syrischer Chemiewaffen an Bord der CAPE RAY im Rahmen der gemeinsamen VN/OVCW-Mission zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen“ an. Aus prinzipieller Sicht, aber gerade auch angesichts der konkreten Sachlage, empfehlen wir der Fraktion DIE LINKE diesen Antrag abzulehnen.

Donnerstag, 6. März 2014

Alle für Kalle!

Nach der ersten Räumungsversuch vom 20.02., welcher erfolgreich blockiert wurde, wollen wir zusammen am 18.03. um 8Uhr den 2. Versuch einer Zwangsräumung von Kalle im Agnesviertel verhindern. Dabei handelt es sich um eine Kampagne der Initiative Recht auf Stadt, die u.a. von uns mit ins Leben gerufen wurde.

Mittlerweile wurder der Termin für die Zwangsräumung auf den 16.04. verschoben!

Im Interview, welches von der Video AG der Kölner Linken stammt, erklärt Kalle alle Hintergründe, erzählt Kalle seine Geschichte und seine Perspektive auf die politischen Zusammenhänge.

Dienstag, 18. Februar 2014

Alles Stalin@s?¹

Kleines zynisches Meme von uns passend
zur Debatte. Zu sehen ist Hipster Stalin. 
Über skurile Unterstellungen des Ruhrbaronen
Mit Befremden haben wir den Artikel des Ruhrbarons „Linksparteijugend NRW: Mit Stalin in denEuropawahlkampf?“ zur Kenntnis genommen. Darin wird behauptet, dass die „Teilnehmer der Landesversammlung […] sich nicht auf eine Distanzierung von Stalin einigen [konnten]“. Dies impliziert, dass die Teilnehmer*innen dagegen gestimmt hätten. Es kommt einer Lüge gleich zu suggerieren, dass die Mehrheit in unserem Verband hinter Stalin und dessen Methoden stehen würde.

Tatsächlich gab es eine kontroverse Diskussion über die Definition und Reichweite des Begriffs Stalinismus. Bedauerlicherweise bestritten manche dessen Existenz und stellten ihn als „bürgerlichen Kampfbegriff“ dar. Doch aus der Diskussion ergab sich für uns (die Antragssteller*innen) Eindruck, dass sich eine Mehrheit der Anwesenden ganz klar gegen Stalinkult und autoritäre Regime ausgesprochen hätten. Jedoch gab es

Mittwoch, 1. Januar 2014

Polizei sollte mehr Grundgesetz wagen

Repression und Eskalationsstrategien¹  sind reelle Gefahren für die Demokratie

Wasserwerfereinsatz gleich zu Beginn des Eskalation trotz
niedriger Temparaturen. Quelle: indymedia

Leider mussten wir, die Linksjugend ['solid] Köln, am 21.12.2013 über die Medien erfahren, dass in Hamburg wieder einmal durch unnötige Polizeige-walt linker Protest behindert und kriminalisiert wurde. So finden sich auf Youtube zahlreiche Vi-deos, welche das unbegründete Eingreifen der Po-lizist*innen deutlich zeigen, sodass die Demo nach wenigen Metern bewusst eskaliert wurde. Doku-mentiert wurde aber ebenso die maßlose Poli-zeigewalt, unter anderem einen Radiomitschnitt vom Freiem Sender Kombinat 93.0 Hamburg,